Darknet erklärt: Das Gute, Schlechte & Gefährliche 2026

Marlene Baiton
Marlene Baiton Ehemalige Autorin
Veröffentlicht am: 18. November 2025
Geprüft von Sam Boyd
Seit Veröffentlichung 2 mal aktualisiert
Marlene Baiton Marlene Baiton Ehemalige Autorin
Veröffentlicht am: 18. November 2025 Seit Veröffentlichung 2 mal aktualisiert
Geprüft von Sam Boyd

Das Darknet ist ein versteckter Teil des Internets, auf den man nur mit speziellen Tools zugreifen kann. Auch wenn es oft mit illegalen Aktivitäten in Verbindung gebracht wird, gibt es auch legitime Verwendungszwecke wie anonyme Kommunikation und Whistleblowing.

Im Gegensatz zum öffentlichen Internet lässt sich das Darknet nicht mit herkömmlichen Browsern wie Google, Firefox oder Chrome aufrufen. Es läuft auf einem verborgenen Netzwerk, das spezielle Programme wie Tor benötigt, um seine besondere Struktur zu navigieren.

Menschen nutzen das Darknet aus den unterschiedlichsten Gründen, wie dem Schutz ihrer Privatsphäre oder illegalen Aktivitäten. Es ist nicht immer eindeutig und nicht immer sicher. Wenn Du vorhast, das Darknet aus legalen, datenschutzbezogenen Gründen zu nutzen, ist es wichtig, Dich zu schützen. Norton enthält ein gebündeltes VPN und erweiterten Malware-Schutz, damit Du beim Surfen im Darknet sicher bist.

TESTE NORTON NOCH HEUTE

Was bedeutet „Darknet”?

Das Darknet ist ein Bereich des Internets, der nicht so leicht zugänglich ist. Er wird nicht von Suchmaschinen wie Google oder Bing indexiert und kann nicht mit Standard-Browsern wie Chrome oder Firefox aufgerufen werden.

Es ist ein versteckter Bereich des Internets, für den man einen speziellen Browser wie Tor benötigt. Stell Dir das normale Internet wie eine belebte Stadt mit leicht zugänglichen Websites wie Shops oder Restaurants vor. Das Darknet ist wie eine versteckte Gasse, die man nur findet, wenn man den geheimen Eingang kennt.

Es wird oft mit illegalen Aktivitäten wie dem Verkauf von Drogen, Waffen oder gestohlenen Daten in Verbindung gebracht. Aber nicht alles, was dort passiert, ist illegal. Einige nutzen es, um ihre Privatsphäre zu schützen, darunter Journalisten, Aktivisten oder Menschen, die unter unterdrückerischen Regierungen leben. Um beim Surfen im Darknet sicher zu sein, sind Tools wie Norton 360 und ein zuverlässiges VPN unerlässlich.

Warum Sicherheit bei der Nutzung von Tor wichtig ist

Zwar schützt Tor Deine Anonymität, indem es Deinen Internetverkehr über mehrere Server leitet, doch Dein Gerät ist dadurch nicht vor Malware oder Betrugsversuchen geschützt, die im Darknet häufig vorkommen. Bösartige Websites, kompromittierte Tor-Knoten oder versehentliche Downloads können Dein Gerät Malware oder Hackern aussetzen.

Hinweis: Auch wenn das Darknet ein gefährlicher Ort für illegale Aktivitäten und Betrugsversuche sein kann, sollte man verstehen, dass es letztlich nur ein weiterer Teil des Internets ist. Wie überall im Netz hängt das Risiko davon ab, wie es genutzt wird.

Tools wie Norton 360 sind im Darknet sehr wichtig, da sie aktiv nach Bedrohungen suchen und diese blockieren, damit Dein Gerät auch in dieser risikoreicheren Umgebung sicher bleibt. Dieser zusätzliche Schutz ist unerlässlich, egal, ob Du das Darknet aus Gründen der Privatsphäre oder nur aus Neugier nutzt.

Darüber hinaus maskiert ein VPN wie ExpressVPN Deine IP-Adresse, bevor Du das Tor-Netzwerk aufrufst, sodass Dein Internetanbieter die Nutzung von Tor schwerer erkennen kann. Norton beinhaltet auch ein VPN.

Die macOS- und iOS-Apps von Norton sind auf Deutsch verfügbar, sodass sie auch für weniger erfahrene Nutzer einfach zu bedienen und zu konfigurieren sind. Auch die Benutzeroberfläche und der rund um die Uhr verfügbare Live-Chat-Support von ExpressVPN sind auf Deutsch verfügbar, sodass Du bequem in Deiner eigenen Sprache Hilfe erhalten oder Einstellungen anpassen kannst.

Spare 60 % bei Norton 360 Deluxe!
Hole Dir 360 Deluxe für nur 49,99 $*!

Anmerkung der Redaktion: ExpressVPN und diese Website gehören zur gleichen Eigentümergruppe.

Was kannst Du im Darknet finden?

What Is the Dark Web

Das Darknet wird für viele verschiedene Dinge genutzt, von denen einige illegal sind, andere nicht. Im Folgenden findest Du eine Übersicht über die häufigsten Inhalte:

  • Illegale Marktplätze. Im Darknet gibt es Websites, auf denen illegale Waren wie Drogen, Waffen und gefälschte Produkte verkauft werden. Diese Marktplätze agieren anonym, was es den Behörden erschwert, Nutzer oder Transaktionen zurückzuverfolgen. Manchmal richten die Strafverfolgungsbehörden aber auch sogenannte „Honeypots” ein, also gefälschte Marktplätze, um Kriminelle auf frischer Tat zu ertappen. Käufer glauben dann, mit einem seriösen Anbieter zu handeln, nur um später festzustellen, dass sie mit einem verdeckten FBI-Agenten Geschäfte gemacht haben.
  • Gestohlene persönliche Daten. Informationen wie Kreditkartennummern, Sozialversicherungsdaten und persönliche Ausweisdokumente werden oft im Darknet gehandelt. Cyberkriminelle und Datenhändler nutzen diese Plattformen, um mit gestohlenen Daten Geld zu verdienen.
  • Hacking-Dienste. Manche Websites bieten Hacking-Dienste an, bei denen Nutzer andere beauftragen können, sich in E-Mail-Konten, Social-Media-Profile oder sogar Unternehmensnetzwerke zu hacken. Es gibt auch Leute, die für Dienste wie DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service) auf Websites im Surface Web bezahlen.
  • Whistleblower-Plattformen. Plattformen wie SecureDrop ermöglichen es Whistleblowern, illegale Überwachungsaktivitäten der Regierung, Geldwäschepraktiken, Steuerhinterziehung und vieles mehr anonym anzuzeigen.
  • Auf Datenschutz fokussierte Communities. In diesem Teil des Internets gibt es viele Foren und Chatrooms, in denen sich Nutzer über Datenschutz, Verschlüsselung und Anonymität im Internet austauschen können. Diese Räume ziehen Nutzer an, die daran interessiert sind, ihre Online-Identität zu schützen und mehr über digitale Sicherheit zu erfahren.
  • Politischer Aktivismus. In Ländern mit starker Zensur oder unterdrückerischen Regimes dient das Darknet Aktivisten als Raum, um Ideen auszutauschen und Proteste zu organisieren. Die Anonymität hilft dabei, Einzelpersonen vor staatlicher Überwachung und Vergeltungsmaßnahmen zu schützen.
  • Betrug und Schwindel. Genau wie im Surface Web sind auch hier Betrügereien weit verbreitet. Betrüger verleiten Nutzer oft dazu, für gefälschte Produkte, Dienstleistungen oder Informationen zu bezahlen, und nutzen dabei die Anonymität des Dark Web, um nicht entdeckt zu werden.

Ist das Darknet illegal?

Das Darknet ist in den meisten Ländern nicht illegal, die Nutzung des Tor-Browsers jedoch schon. Dieser spezielle Browser schützt die Privatsphäre der Nutzer, indem er ihre Identität verschleiert und ihre Online-Aktivitäten verbirgt.

Obwohl die Nutzung in vielen Ländern legal ist, haben einige Regierungen, darunter die der Vereinigten Arabischen Emirate, Pakistans, Chinas, Nordkoreas und des Irans, den Tor-Browser verboten oder eingeschränkt, da dieser die Überwachung und Zensur erschwert. An Orten mit starker Internetzensur kann schon die bloße Nutzung des Browsers gegen das Gesetz verstoßen.

Russland, Weißrussland und Turkmenistan haben Tor de facto ebenfalls verboten. Er ist auf nationaler Ebene gesperrt und seine Nutzung oder Werbung dafür kann zu Geld- oder anderen Strafen führen. In Ländern wie der Türkei, Ägypten und Äthiopien ist Tor zwar nicht verboten, der Zugriff wird jedoch häufig blockiert oder überwacht. Dadurch wird die Nutzung aufgrund der staatlichen Überwachung und Filterung auf Ebene des Internetanbieters riskant.

China sperrt den Zugriff auf das Tor‑Netzwerk vollständig und betrachtet es als Werkzeug zur Umgehung staatlicher Kontrollen. Um diesen Einschränkungen zu entgehen, bietet das Tor-Netzwerk eine Option namens „Bridges” an.

Das sind Tor-Relays, die nicht im öffentlichen Verzeichnis aufgeführt sind, was es Regierungen und Internetanbietern erschwert, sie zu erkennen und zu blockieren. Die meisten Relays sind offen zugänglich, Bridges bleiben jedoch versteckt und sind besonders nützlich in Ländern, in denen der Zugriff auf das Netzwerk eingeschränkt oder überwacht wird. Darüber hinaus bieten sie Nutzern, die nicht zeigen wollen, dass sie Tor überhaupt verwenden, zusätzliche Privatsphäre.

Einige fortgeschrittene Bridges verwenden Verschleierungs-Tools wie „obfsproxy”, die den Tor-Traffic so tarnen, dass er wie normaler Internet-Datenverkehr aussieht. Diese zusätzliche Tarnung kann dabei helfen, die von zensierenden Regierungen eingesetzten Packet-Sniffing-Tools zu umgehen. Die Einrichtung oder der Betrieb einer solchen Bridge erfordert jedoch zusätzliche Software und Konfigurationen, was für weniger technisch versierte Nutzer eine Hürde darstellen kann.

So greifst Du vom Desktop aus auf das Darknet zu

Bevor Du auf dem Desktop Zugriff auf das Darknet erhältst, solltest Du Deine Verbindung mit einem Antivirenprogramm sichern, das über ein VPN verfügt (wie Norton). Führe dann die folgenden Schritte aus.

Schritt 1: Lade den Tor-Browser herunter und installiere ihn

Mit dem kostenlosen Tor-Browser kannst Du anonym im Tor-Netzwerk surfen. So installierst Du ihn:

  1. Öffne torproject.org und lade das Installationsprogramm für Dein Betriebssystem herunter. Lade den Browser nicht von einer anderen Seite herunter, um bösartige oder infizierte Versionen zu vermeiden. Dies ist die einzige legitime, offizielle Quelle.

What Is the Dark Web

  1. Unter Windows doppelklickst Du auf die Installationsdatei und folgst den Anweisungen auf dem Bildschirm, bis der Browser installiert ist. Wenn Du macOS verwendest, doppelklickst Du nach dem Herunterladen auf die heruntergeladene .dmg-Datei und ziehst das App-Symbol per Drag & Drop in den Ordner „Anwendungen” Deines Macs.
  2. Öffne nach der Installation Tor und klicke auf „Verbinden”. Du kannst auch den Schalter für „Immer automatisch verbinden” aktivieren (das ist die Einstellung, die ich aus Bequemlichkeit nutze), aber das ist nicht zwingend erforderlich.

What Is the Dark Web

  1. Danach kannst Du loslegen!

What Is the Dark Web

Schritt 2: Finde Darknet-Seiten, die Du besuchen kannst.

Hier sind drei Seiten, die Dir helfen, diesen versteckten Teil des Internets zu erkunden. Denk daran, dass dies keine vollständige Liste von Darknet-Seiten ist.

Das Hidden Wiki

What Is the Dark Web

Das Hidden Wiki ist ein kuratiertes Verzeichnis von .onion-Links, mit dem Du schnell beliebte Websites finden kannst. Die Links sind nach Kategorien wie Foren, E-Mail-Dienste, Blogs und Filesharing-Tools sortiert, was das Surfen einfacher und effizienter macht.

Die meisten Links sind korrekt und noch aktiv und jeder enthält eine kurze Beschreibung, die in der Regel zutreffend ist. Es ist ein guter Ausgangspunkt für eine Erkundungstour, aber es ist wichtig, die Beschreibungen sorgfältig zu lesen, da einige Links zu illegalen oder gefährlichen Inhalten führen können. Sei vorsichtig und halte Dich an bekannte, seriöse Links.

Ahmia

What Is the Dark Web

Ahmia ist eine Suchmaschine, mit der Du aktive .onion-Websites anhand von Stichwörtern finden kannst. Sie filtert missbräuchliche oder illegale Inhalte heraus und ist daher sicherer als viele andere Tools. Du kannst die Ergebnisse nach Datum sortieren, was hilfreich ist, wenn Du nach kürzlich aktualisierten oder neuen Websites suchst.

Ahmia liefert immer genaue Ergebnisse und erleichtert das Surfen, ohne dass Du versehentlich auf verstörende oder schädliche Inhalte stößt. Am besten funktioniert sie zusammen mit einem zuverlässigen VPN wie ExpressVPN für zusätzliche Privatsphäre.

DuckDuckGo

What Is the Dark Web

DuckDuckGo ist eine Suchmaschine, die im Tor-Netzwerk läuft. Damit kannst Du im Internet recherchieren, ohne dass Deine Daten verfolgt oder gespeichert werden. Neben Standardfunktionen wie der Bild-, Video- und Nachrichtensuche bietet DuckDuckGo auch Tools wie einen anonymen Chat, KI-Suchergebnisse und sicheres Surfen.

DuckDuckGo fordert Dich sogar auf, zur .onion-Version einer Website zu wechseln, wenn eine solche verfügbar ist. Du kannst Suchergebnisse nach Alter sortieren, Deinen Standort manuell festlegen und die Einstellungen für die sichere Suche anpassen. Wenn Du eine sichere und private Sucherfahrung im Internet haben möchtest, ist DuckDuckGo eine der besten Optionen.

Anmerkung der Redaktion: ExpressVPN und diese Website gehören zur gleichen Eigentümergruppe.

Warum kannst Du Google im Darknet nicht nutzen?

Google indexiert keine Websites mit den speziellen „.onion”-Adressen. Diese sind auf Datenschutz und Anonymität ausgelegt und die Google-Webcrawler (auch als „Spider” oder „Bots” bekannt), die nach Websites zum Indexieren suchen, können keinen Zugriff auf diese versteckten Websites erhalten oder sie „crawlen”.

Google stützt sich auf öffentlich zugängliche Websites. „.onion”-Websites sind speziell darauf ausgelegt, Datenverkehr und Daten privat zu halten. Das bedeutet, dass sie von normalen Suchmaschinen nicht gefunden werden können.

Aber Google ist nicht die einzige Suchmaschine, die hier nicht funktioniert. Auch Bing, Yandex, Yahoo oder die Surface-Web-Version von DuckDuckGo können nicht auf „.onion”-Websites zugreifen.

Warum nutzen Menschen das Darknet?

What Is the Dark Web

Menschen wenden sich aus vielen Gründen dem Darknet zu, unter anderem um ihre Identität zu schützen, Zensur zu umgehen und versteckte Online-Communities zu erkunden. Hier ist eine Übersicht, warum Menschen das Dark Web nutzen

Anonymität und Datenschutz

Ein Grund ist die Wahrung der Anonymität und der Schutz der Privatsphäre im Internet. Im Surface Web ist es für Dritte leicht, Aktivitäten über IP-Adressen oder Browserverläufe zu verfolgen, im Darknet sorgt Verschlüsselung jedoch für Sicherheit, was das Darknet zu einer bevorzugten Wahl für Journalisten, Aktivisten und andere Personen macht, die ihre Identität und Kommunikation schützen müssen.

Außerdem ermöglicht es eine sichere Kommunikation und den Austausch vertraulicher Informationen ohne Überwachungsrisiken in sensiblen Situationen. Es schafft einen Raum, in dem Menschen frei über wichtige Themen sprechen können, ohne Angst haben zu müssen, ins Visier zu geraten.

Umgehung von Zensur + Zugriff auf eingeschränkte oder zensierte Inhalte

Das Darknet wird oft genutzt, um Zensur zu umgehen und auf eingeschränkte Inhalte zuzugreifen, vor allem in Ländern mit starker Internetkontrolle wie China und Russland. Die Regierungen dieser Länder blockieren möglicherweise soziale Medien, Nachrichtenkanäle oder bestimmte Websites, um die freie Meinungsäußerung zu unterdrücken. Andere Länder mit hoher Zensur sind Turkmenistan, die Vereinigten Arabischen Emirate, Pakistan, Saudi-Arabien, Ägypten und Äthiopien. Dort greifen Nutzer möglicherweise auf Werkzeuge wie Tor zurück, um auf blockierte Inhalte zugreifen und freier kommunizieren zu können.

Für Menschen in repressiven Systemen ist das Darknet ein wichtiges Tool, um ihre Meinung zu äußern und auf unzensierte Nachrichten zuzugreifen, damit wichtige Informationen trotz der Bemühungen der Regierung, diesen Zugriff zu kontrollieren, geteilt werden können.

Einige nutzen es auch, um auf Inhalte zuzugreifen, die in bestimmten Ländern verboten oder gesperrt sind, wie Nachrichtenartikel, Bücher oder soziale Plattformen und um die Internetüberwachung zu umgehen. Einige Leute nutzen es jedoch auch für illegale Zwecke wie den Kauf und Verkauf von Drogen und Waffen sowie für andere äußerst fragwürdige Aktivitäten.

Testen der digitalen Sicherheit

Cybersicherheitsexperten nutzen das Darknet oft, um Cyberbedrohungen einen Schritt voraus zu sein. Durch die Überwachung von Marktplätzen und Foren können sie wichtige Informationen über Schwachstellen, Datenleaks und die von Hackern verwendeten Tools sammeln. Dies hilft ihnen, potenzielle Cyberangriffe zu antizipieren und Organisationen und Einzelpersonen besser zu schützen.

Für Personen, die im Sicherheitsbereich arbeiten, bietet dieser Teil des Internets Einblicke in kriminelle Aktivitäten und neue Trends, wie beispielsweise neue Arten von Malware oder Methoden zum Diebstahl persönlicher Daten. Sich darüber auf dem Laufenden zu halten, was im Darknet passiert, ist der Schlüssel zur Verbesserung der digitalen Sicherheit.

Subkulturen und Communities erkunden

Im Darknet sind verschiedene Subkulturen und Nischen-Communities vertreten. User nutzen es, um mit anderen in Kontakt zu treten, die ihre Interessen teilen, egal ob diese politischer, künstlerischer oder persönlicher Natur sind. Diese Räume sind im normalen Internet oft schwerer zu finden, weshalb sie für all jene attraktiv sind, die nach einzigartigen Verbindungen suchen.

Während die meisten dieser Communities harmlos sind, können in einigen kontroverse oder extreme Diskussionen geführt werden. Nutzer sollten immer vorsichtig sein, wo sie sich umsehen, da einige Räume potenziell schädliche oder beunruhigende Inhalte enthalten können.

Darknet vs. Deep Web vs. Surface Web

What Is the Dark Web

Das Darknet, das Deep Web und das Surface Web haben alle unterschiedliche Zwecke. Hier ist eine Übersicht über die Unterschiede.

Surface Web Deep Web Dark Web
Indiziert und öffentlich durchsuchbar Anmeldung oder direkte URL nötig Erfordert spezielle Software wie Tor
Nachrichtenseiten, Blogs, öffentliche Dienste E-Mail, Banking, Cloud-Dokumente, Abonnement-Inhalte Anonyme Foren, Marktplätze, Whistleblower-Seiten
Legal Legal Legal, kann aber auch illegal sein
Geringe Privatsphäre Mittlere Privatsphäre Hohe Privatsphäre

Deep Web

Der größte Teil des Internets befindet sich im sogenannten Deep Web. Das sind Seiten und Dienste, die nicht von Suchmaschinen erfasst werden, aber nicht versteckt oder geheim, sondern nur eingeschränkt zugänglich sind. Dazu gehören Dein E-Mail-Posteingang, Dein Online-Banking-Dashboard, Dein privater Cloud-Speicher und sogar interne Netzwerke wie ein Intranet.

Obwohl diese Bereiche des Internets für die Öffentlichkeit nicht sichtbar sind, sind sie völlig legal und werden täglich von Millionen Menschen für verschiedene private und berufliche Aufgaben genutzt. Es gibt keinen Grund, sie in den Suchmaschinenergebnissen (SERPs) anzuzeigen.

Surface Web

Das Surface Web ist der Teil des Internets, den Du nutzt, ohne darüber nachzudenken. Dabei handelt es sich um öffentliche Websites, die in den Google-Suchergebnissen angezeigt werden und für deren Nutzung keine Anmeldung erforderlich ist. Dazu gehören Nachrichten-Websites, Social-Media-Plattformen, Shopping-Seiten, YouTube, Netflix, Blogs, Wikipedia, Rezept-Websites und viele andere. Einschließlich dieser Website!

Es ist der am leichtesten zugängliche Teil des Internets, macht aber tatsächlich weniger als 10 % aller Online-Inhalte aus. Die meisten Menschen auf der Welt können ohne spezielle Software frei auf das Surface Web zugreifen.

Wie sicher ist das Darknet?

Das Darknet ist nicht automatisch ein gefährlicher Ort, aber es ist auch nicht risikofrei. Wie bei jedem Tool hängt es davon ab, wie Du es nutzt und wie vorsichtig Du dabei bist.

Da das Netzwerk von Grund auf anonym ist, zieht es jedoch auch zwielichtige Akteure an. An manchen Stellen findest Du Betrugsversuche, gefälschte Websites und illegale Inhalte, und wenn Du an die falsche Stelle gerätst, kannst Du Dein Gerät oder Deine Identität gefährden. Außerdem besteht die Gefahr, dass Du versehentlich Malware herunterlädst oder auf Phishing-Links klickst, die versuchen, an Deine persönlichen Daten zu gelangen.

Trotzdem nutzen viele Leute das Darknet jeden Tag auf sichere Weise. Wenn Du zum Schutz vor Malware und Phishing die richtigen Tools wie Norton 360 verwendest, Dich an vertrauenswürdige Quellen hältst und verdächtige Websites meidest, ist Dein Risiko viel geringer. Stell Dir das wie einen Spaziergang durch einen unbekannten Stadtteil vor. Es hilft, wachsam zu bleiben, sich zu informieren und zu wissen, welche Orte man meiden sollte.

Wer überwacht das Darknet?

Beim Besuch des Darknets bist Du nicht völlig unsichtbar, ganz im Gegenteil! Zwar können Tools wie Tor Deine IP-Adresse verbergen, doch das hindert Regierungen nicht daran, illegale Aktivitäten zu verfolgen. Globale Behörden nutzen leistungsstarke Werkzeuge, um Nutzer zu überwachen, zu infiltrieren und zu ködern.

Ermittler scannen Foren, überwachen Marktplätze und führen manchmal verdeckte Ermittlungen mit gefälschten Websites durch, die als „Honeypots” bezeichnet werden. Verdeckte Ermittler geben sich als Käufer und Verkäufer aus, sammeln stillschweigend Daten und bauen Fälle auf.

Diese Überwachung ist nicht zufällig und gelegentliches Surfen löst keinen Alarm aus. Wenn Du jedoch markierte Schlüsselwörter verwendest, mit Kriminellen sprichst oder überwachte Websites besuchst, könntest Du auf einer Beobachtungsliste landen. Und das nicht nur auf lokaler Ebene. Zahlreiche Länder und Behörden arbeiten zusammen, um Aktivitäten zu verfolgen, darunter:

  • Die USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland. Diese Länder, bekannt als die „Five Eyes”, tauschen Informationen aus und führen gemeinsame Operationen im gesamten Internet durch. Ihre obersten Überwachungs- und Strafverfolgungsbehörden überwachen die Aktivitäten im Darknet, verfolgen Cyberkriminelle und koordinieren grenzüberschreitende Razzien.
  • Indien. Das Central Bureau of Investigation (CBI), das Intelligence Bureau (IB) und das Indian Cyber Crime Coordination Centre (I4C) kümmern sich dort um Aktivitäten und digitale Kriminalität.
  • Südkorea. Der National Intelligence Service (NIS) und die Korean National Police Agency (KNPA) beobachten Cyber-Bedrohungen, zu denen auch Darknet-Märkte gehören.
  • Japan. Die National Police Agency (NPA) und das Ministerium für Inneres und Kommunikation (MIC) kümmern sich um die Überwachung und Prävention von Cyberkriminalität.
  • Deutschland. Das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beobachten Cyberkriminalität und arbeiten mit internationalen Partnern zusammen.
  • Das übrige Europa. Organisationen wie die Europäische Union Agentur für die Zusammenarbeit der Strafverfolgungsbehörden (Europol) und die Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation (Interpol) koordinieren groß angelegte Razzien.

Die Überwachung hört hier aber nicht auf. Durch die NSA-Leaks wurde bekannt, dass die CIA ein System namens XKeyscore nutzt, das Nutzer anhand ihrer Tor-Aktivitäten, Suchbegriffe und ihres Surfverhaltens markiert, sogar im offenen Internet.

Die Behörden verfolgen zudem Kryptotransaktionen, sammeln Daten von beschlagnahmten Servern und setzen manchmal Malware ein, um Nutzer zu identifizieren. Diese Taktiken haben bereits zu bedeutenden Verhaftungen und Schließungen geführt. Kurz gesagt: Ein gewisses Maß an Privatsphäre ist möglich, vollständige Anonymität jedoch nicht. Wenn man etwas Illegales tut, besteht eine reale Chance, dass jemand zusieht.

Wurde schon einmal jemand wegen der Nutzung des Darknets verhaftet?

Ja, es wurden bereits Personen wegen bestimmter Aktivitäten im Dark Web verhaftet. Strafverfolgungsbehörden weltweit haben ausgeklügelte Überwachungsmethoden eingesetzt, um Kriminelle, die in illegalen Handel, Hacking und andere illegale Aktivitäten verwickelt sind, zu fassen. Dank Undercover-Einsätzen, „Honeypots” und der Nachverfolgung von Kryptowährungstransaktionen konnten viele hochkarätige Festnahmen erfolgen.

Eines der bekanntesten Beispiele ist die Abschaltung von Silk Road durch das FBI, einem der größten illegalen Marktplätze aller Zeiten. Sein Gründer, Ross Ulbricht, wurde zu 10 Jahren Haft verurteilt, bevor er von der US-Regierung begnadigt wurde.

Andere ähnliche Websites wurden ebenfalls abgeschaltet, wobei die Behörden Käufer, Verkäufer und Nutzer ins Visier nahmen, die an Cyberkriminalität beteiligt waren. Insgesamt ist die Botschaft klar: Auch wenn hier Anonymität herrscht, garantiert diese keine Sicherheit vor Strafverfolgung. Unabhängig davon, ob Du die Plattform für legale oder illegale Zwecke nutzst, besteht immer die Möglichkeit, dass Deine Aktivitäten überwacht werden.

So bleibst Du im Darknet sicher

What Is the Dark Web

Der Besuch des Darknets kann riskant sein, weshalb Vorsichtsmaßnahmen unerlässlich sind. Diese Tipps helfen Dir, Risiken zu reduzieren und sicher zu surfen.

  • Verwende ein VPN. Ein VPN verbirgt Deine echte IP-Adresse und verschlüsselt Deinen Internetverkehr, sodass es für andere schwieriger wird, Deine Online-Aktivitäten zu verfolgen. Durch die Maskierung Deiner Verbindung trägst Du zum Schutz Deiner Privatsphäre und Sicherheit bei. Wähle immer einen seriösen VPN-Dienst wie ExpressVPN.
  • Halte Deine Software auf dem neuesten Stand. Veraltete Software kann Schwachstellen aufweisen, die von Hackern im Darknet ausgenutzt werden könnten. Durch regelmäßige Updates Deines Betriebssystems, Deiner Apps und Deiner Antivirenprogramme schützt Du Dich vor neuen Bedrohungen. Aktiviere automatische Updates, damit Du keine wichtigen Sicherheitspatches verpasst.
  • Verwende Antivirensoftware. Ein zuverlässiges Antivirenprogramm wie Norton kann Bedrohungen erkennen und entfernen, bevor sie Schaden anrichten. Halte Deine Antivirensoftware immer auf dem neuesten Stand, um maximalen Schutz zu gewährleisten.
  • Gib keine persönlichen Daten weiter. Deine Anonymität ist entscheidend, weshalb Du niemals persönliche Daten wie Deinen richtigen Namen, Deine Adresse oder finanzielle Details weitergeben solltest. Selbst scheinbar harmlose Unterhaltungen können Deine Identität gefährden. Sei vorsichtig mit dem, was Du im Darknet preisgibst, auch in anonymen Foren oder Chatrooms.
  • Sei vorsichtig bei verdächtigen Links. Beim Surfen wirst Du auf viele Websites stoßen, die darauf ausgelegt sind, Dich zum Klicken auf bösartige Links zu verleiten. Überprüfe jeden Link immer zweimal, bevor Du darauf klickst, besonders, wenn er seltsam oder unseriös aussieht. Wenn Du Dir unsicher bist, ist es besser, den Link ganz zu meiden, als Dich einem Risiko auszusetzen.
  • Sei beim Herunterladen vorsichtig. Das Herunterladen von Dateien aus beliebigen Quellen kann riskant sein. Das gilt nicht nur für das Darknet, sondern grundsätzlich, da die Dateien Malware enthalten können. Wenn Du etwas aus dem Darknet herunterladen musst, achte darauf, dass die Quelle vertrauenswürdig ist, und scanne die Datei so schnell wie möglich mit Deiner Antivirensoftware.
  • Erwäge die Verwendung eines separaten Geräts. Um das Risiko weiter zu minimieren, entscheiden sich einige Benutzer für die Verwendung eines separaten Geräts oder einer virtuellen Maschine. Dadurch entsteht eine zusätzliche Trennungsebene zwischen Deinem Hauptgerät und potenziellen Bedrohungen. Durch die Isolierung Deiner Aktivitäten verringerst Du das Risiko, Dein primäres System zu infizieren oder zu kompromittieren.
  • Informiere Dich über die Gesetze. Informiere Dich immer über die Gesetze Deines Landes, denn illegale Handlungen können schwerwiegende Folgen haben. Wenn Du auf etwas Illegales stößt, verlasse die Website sofort und vermeide jegliche Interaktion damit.
ExpressVPN: Spare 78 % bei Zweijahresvertrag!
Erhalte einen Rabatt von 78 % auf den Zweijahresvertrag.

Anmerkung der Redaktion: ExpressVPN und diese Website gehören zur gleichen Eigentümergruppe.

Häufig gestellte Fragen

*1. Jahr, es gelten Bedingungen
Die auf dieser Website aufgeführten Angebote stammen von Unternehmen, von denen diese Website eine Vergütung erhält. Einige davon befinden sich im gleichen Besitz unserer Muttergesellschaft. Das kann sich auf die Rangfolge sowie die Art und Weise auswirken, wie die Angebote präsentiert werden. Weitere Informationen 
Weitere Informationen
Über den Autor
Marlene Baiton
Marlene Baiton
Ehemalige Autorin
Veröffentlicht am: 18. November 2025

Über den Autor

Marlene Baiton ist ehemalige Redakteurin bei SafetyDetectives. Sie verfügt über zehn Jahre Erfahrung als Autorin und Lektorin in verschiedensten Themenbereichen, von Technik bis Fitness. Als begeisterte Wanderin, Läuferin und Radfahrerin verbringt sie ihre Freizeit am liebsten gemeinsam mit ihrer Familie draußen auf Trails oder Straßen.