
Veröffentlicht am: 24. Februar 2025 Seit Veröffentlichung 2 mal aktualisiert
Durchschnittlich dringen Hacker alle 39 Sekunden in die Computer ahnungsloser Nutzer ein. Es ist wenig überraschend, dass die meisten Angriffe aus dem Internet kommen. Malware kann sich wie Unkraut ausbreiten. Ist ein Gerät infiziert ist, dann it alles gefährdet, das im gleichen Netzwerk ist. Zum Glück gibt es Abwehrmaßnahmen, um Nutzer und ihre Systeme vor Cyberkriminellen zu schützen.
Firewalls sind Sicherheits-Werkzeuge, die Dein Gerät vor externen Bedrohungen schützen sollen, etwa Bedrohungen aus dem Internet. Sie überwachen alle ein- und ausgehenden Daten, unterbrechen alle potenziell verdächtigen Verbindungen und verhindern, dass Hacker Deinen Computer zur Verbreitung von Schadsoftware nutzen. Daher können sie Apps für die Nutzung des Internets blockieren, den unbefugten Zugriff auf Deine Daten verhindern und Angriffe zum Datenklau stoppen.
Da die Kriminalität im Internet immer weiter steigt, sind Firewalls wichtiger denn je. Der Einsatz einer Firewall gehört zu den besten Maßnahmen, die Du ergreifen kannst, um Deine sensiblen Daten zu schützen. Das sind etwa Daten zum Online-Banking sowie persönliche Informationen. Damit gewährleistest Du die Integrität Deiner Geräte. Allerdings reicht eine Firewall allein nicht aus, um Dich vor den meisten Bedrohungen zu schützen.
Was ist eine Firewall und wie funktioniert sie?
Eine Firewall regelt die Verbindungen zwischen den Geräten in Deinem lokalen Netzwerk (LAN) und der Außenwelt. Surfst Du im Internet oder benutzt ein VOIP-Programm (Voice over Internet Protocol) wie Skype, um jemanden anzurufen, kommuniziert Dein Computer mit dem Wide Area Network (WAN), indem er Datenpakete über bestimmte Ports austauscht. Diese Pakete werden sowohl im Downlink (wenn Du etwa eine Datei aus dem Internet herunterlädst) als auch im Uplink (wenn Du etwa ein Video auf YouTube hochlädst) vom externen Netzwerk zu den Computern im LAN übertragen.
Kurz gesagt: Firewalls sind Hardware oder Software, die den unbefugten Zugriff auf Dein Computernetzwerk verhindern sollen.
Sie lassen sich sowohl von Einzelpersonen als auch von großen Unternehmen einsetzen, um alle ein- und ausgehenden Daten zu filtern. Erkennt der Firewall-Filter etwas Verdächtiges, verweigert er ihm den Zugang zu Deinem Computersystem sowie Deinem privaten Netzwerk. Werden verdächtige Daten entdeckt, die von Deinem Computer aus gesendet werden, stoppt sie den Transfer ebenfalls.
Firewalls lassen sich auch so konfigurieren, dass sie bestimmten Programmen den Zugriff auf das Internet verwehren. Das ist nützlich, wenn Du eine App testest, von der Du glaubst, dass sie möglicherweise gefährlich ist. Das gilt auch für den Einsatz eines Programms, das hochsensible Daten enthält.
In der heutigen Zeit benötigt jeder Computer eine Firewall, um sensible Daten zu schützen. Firewalls sind zwar nicht das einzige notwendige Werkzeug, um Bedrohungen aus dem Internet abzuwehren, aber sie sind ein wichtiger Bestandteil eines jeden Sicherheitspakets. Zum Glück bieten die besten Antivirusprogramme fortschrittliche Firewalls. Speziell gefällt mir die in Norton enthaltene. Das liegt an der grafischen Oberfläche sowie den Konfigurationswerkzeugen für Ports.

Vor welchen Angriffen schützen Firewalls?
Firewalls verhindern, dass sich Cyberkriminelle Zugang zu Deinem System verschaffen. Zu den Problemen gehören mitunter:
- Backdoor-Zugriff: Eine Backdoor bezieht sich auf Sicherheitslücken oder Fehler, die unbefugten Zugriff auf ein Programm ermöglichen, sofern sie ausgenutzt werden. Selbst komplette Betriebssysteme wie Windows können Hintertüren haben. Ein erfahrener Hacker weiß, wie er sie ausnutzen kann.
- Schädlicher Datenverkehr: Bösartiger Datenverkehr ist eine weitreichende Kategorie. Damit sind alle Daten gemeint, die in Dein Netzwerk gelangen und Bedrohungen wie Malware enthalten. Eine gute Firewall erkennt, dass die eingehenden Daten verdächtig sind und blockiert sie. Firewalls können auch Datenverkehr blockieren, der von bestimmten IP-Adressen stammt, die bekanntermaßen von böswilligen Akteuren eingesetzt werden.
- Denial-of-Service-Angriffe: Bei DoS- und DDoS-Angriffen (Denial-of-Service und Distributed Denial-of-Service) senden böswillige Akteure riesige Datenmengen an ein Zielnetzwerk. Sind diese Angriffe erfolgreich, können sie die Geschwindigkeit des Netzwerks lähmen und Dienste lahmlegen. Firewalls können eingehende Daten aus bestimmten Quellen stoppen und somit negative Auswirkungen verhindern.
- Man-in-the-Middle-Angriffe: Diese Angriffe (als MITM-Angriffe abgekürzt) werden durchgeführt, indem Hacker die Daten auf dem Weg von der Quelle zum Empfänger abfangen und verändern. Die Daten lassen sich so verändern, dass sie Verwirrung stiften oder durch Schad-Software ersetzt werden. Einige Firewalls erkennen ungewöhnlichen Datenverkehr und blockieren ihn.
- Hijacking von Remote-Anmeldungen: Mit dem Remote-Desktop können Benutzer eine Verbindung zu einem Computer herstellen und ihn von einem anderen Standort aus fernsteuern. Es gibt viele legitime Verwendungszwecke für diese Art von Software. Sie lässt sich aber auch von Hackern ausnutzen, um deine Daten zu stehlen oder Malware auf Deinen Computer zu laden.
- Quell-Routing: Sind Datenpakete in einem Online-Netzwerk unterwegs, werden sie normalerweise von mehreren Routern „weitergeleitet”, bevor sie ihr Ziel erreichen. Einige Hacker nutzen dieses System aus. Sie lassen bösartige Datenpakete so aussehen, als stammen sie aus einer vertrauenswürdigen Quelle. Viele Firewalls deaktivieren aus diesem Grund das sogenannte Quell-Routing.
Wofür werden Firewalls noch eingesetzt?
Firewall-Programme lassen sich manchmal als Proxy-Server einsetzen. Rufst Du eine Webseite auf, empfängt der Proxy-Server die Daten zuerst, bevor er sie an Deinen Computer weiterleitet. Dieser Verwendeungszweck hat einige Vorteile:
- Der Server, auf dem die Webseite gespeichert ist, interagiert nicht direkt mit Deinem Computer. Dadurch verringert sich die Wahrscheinlichkeit, dass eine bösartige Website Deinen Computer infiziert.
- Die Online-Netzwerkadresse Deines Computers ist versteckt.
- Eine Version der Webseite wird im Cache des Proxy-Servers gespeichert, damit sie sich bei einem späteren Besuch der Seite schneller laden lässt.
Zusätzlich zum Proxy-Server bieten Firewalls gelegentlich eine DMZ (Demilitarisierte Zone) oder ein Perimeter-Netzwerk. Dort werden Dateien und Clients mit geringem Risiko untergebracht. Sie befinden sich allerdings außerhalb der Haupt-Firewall befinden. Da diese Funktion hauptsächlich von Unternehmen genutzt wird, müssen sich Privatpersonen höchstwahrscheinlich keine Gedanken darüber machen.
Firewall Vorteile & Nachteile
Es gibt viele Vorteile, wenn Du eine Firewall auf Deinem Computer einsetzt. Die erhöhte Sicherheit, ist den Preis für einige Benachrichtigungen und Warn-Pop-ups wert.
Vorteile
- Geringeres Malware-Risiko, weil Firewalls bestimmte Arten von Angriffen blockieren können.
- Eine Firewall garantiert, dass der Online-Zugang jedes von Dir ausgeführten Programms überwacht und überprüft wird. Der Netzwerkdatenverkehr, der eine ungeschützte Übertragung sensibler Daten signalisieren könnte, wird durch Deine Firewall kontrolliert.
- Einige benachrichtigen Dich, wenn die Firewall bestimmte Verbindungen filtert.
- Enige Firewalls bieten Zusatzfunktionen, um deine Cyber-Sicherheit zu verbessern. Wir sehen uns das später genauer an.
- Du kannst kontrollieren, ob eine bestimmte App Zugang zum Internet hat.
- Verbindungsgeschwindigkeiten lassen sich maximieren, indem unnötige Daten ausgefiltert werden.
Nachteile
- Wie bei jedem Sicherheits-Werkzeug kommt es gelegentlich zu Fehlalarmen. Möglicherweise blockiert Deine Firewall versehentlich eine wirklich sichere Webseite, auf die Du zugreifen möchtest.
- Bestimmte Funktionen benötigen möglicherweise zu viel Rechenleistung.
- Umfassende Benachrichtigungen können manchmal etwas nervig sein.
Wie man mit Fehlalarmen umgeht
Behindert Deine Firewall Deine Arbeit behindert, weil sie zu viele Pakete blockiert, solltest Du die Einstellungen überprüfen. Passe dann die Intensität der Firewall-Filter an. Es kann anfänglich eine Herausforderung sein, ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit zu finden.
Deaktivierst Du zu viele Funktionen, bist Du anfälliger für Angriffe. Ist die Intensität der Filter zu sensibel eingestellt, wirst Du Probleme mit der Sperrung sicherer Inhalte bekommen.
Hier erfährst Du, wie Du die Einstellungen findest und konfigurierst, die erlaubte Programme und Verbindungen zulassen. Verwendest Du Windows 11 und die Firewall von Windows Defender, kannst Du Folgendes tun:
- Gib in der Windows-Suchleiste “Firewall” ein und klicke auf Firewall & Netzwerkschutz.
- Möchtest Du die App-Einstellungen ändern, klicke auf Erlaube eine App durch die Firewall.
- Das neue Fenster zeigt die Programme auf der Liste an und gestattet Verbindungen über private oder öffentliche Netzwerke.
- Klicke auf Einstellungen ändern und akzeptiere die Eingaben. Blättere dann durch die Liste und finde die App, der Du einen Zugriff aufs Web gestatten oder die Du blockieren möchtest.
Aktivierst Du sowohl das Kästchen Privat als auch das Kästchen Öffentlich ankreuzt, kann die App immer auf das Internet zugreifen. Aktivierst Du lediglich Privat, kann sie nur über Dein Heimnetzwerk online gehen.
Bei den meisten Firewalls von Drittanbietern ist der Vorgang ähnlich, um eine Verbindung auf die sogenannte Whitelist zu setzen. Bei Norton musst Du etwa das Firewall-Fenster aufrufen, zu den Einstellungen gehen und auf Programmsteuerung klicken. Anschließend wählst Du das Programm aus, das Du freigeben möchtest. Stelle dann sicher, dass im Ausklappmenü das Häkchen bei Zulassen gesetzt ist.
Auf der Registerkarte Firewall im Fenster Windows-Sicherheit kannst Du zudem die Einstellungen für die Benachrichtigungen anpassen. Du kannst benutzerdefinierte Regeln für eingehenden und ausgehenden Datenverkehr konfigurieren.
Bietet nur eine Firewall genug Schutz?
Nein – Firewalls sind nur gegen bestimmte Arten von Bedrohungen wirksam. Sie sind unverzichtbar, aber bei Weitem nicht das einzige Werkzeug, das D benötigst, wenn Du viel Wert auf Sicherheit legst. Zusätzlich zu einer Firewall benötigst Du auch ein Antivirusprogramm. Viele Antivirusprogramme (einschließlich Windows Defender) bieten auch Firewalls. Bei einer klugen Wahl erhältst Du mit einem einzigen Produkt maximalen Schutz. Die besten Firewalls gibt es mit Antivirusprogrammen gebündelt. Dabei ist Norton mein Favorit. Zumindest gilt das für Windows-Anwender. Benutzt Du einen Mac, empfehle ich
Eine Firewall ist insbesondere eine Präventivmaßnahme gegen bösartige Online-Angriffe. Schlüpft eine Bedrohung allerdings durch, kann eine Firewall nur wenig tun, um sie daran zu hindern, Dein System zu beschädigen oder Deine Daten zu stehlen. Um eine aktive Bedrohung zu neutralisieren, benötigst Du ein gutes Antivirusprogramm.
Lädst Du aus Versehen eine bösartige Datei herunter, dann stoppt Deine Firewall sie wahrscheinlich nicht. Firewalls sind eher dafür konzipiert, Hacker daran zu hindern, via Internet Viren direkt auf Deinen Computer zu installieren. Ein Antivirusprogramm überprüft hingegen den Inhalt der Dateien, die Du herunterlädst. Sie blockiert alles Bösartige (vorausgesetzt, es funktioniert richtig).
Denke daran, dass nicht alle Firewalls gleich sind. Die Standard-Firewall von Windows Defender ist zwar nützlich, bietet allerdings nur wenige Funktionen. Du musst Dir nachfolgende Fragen stellen:
- Möchtest Du einen erweiterten Firewall-Schutz oder spezielle Funktionen wie einen doppelten Virenschutz?
- Wie wäre es mit einem detaillierten Bericht darüber, welche Programme auf Dein Gerät zugreifen möchten?
- Reicht Dir grundlegender Schutz oder möchtest Du hochwertigere Erkennung?
Beantwortest Du eine dieser Fragen mit Ja, solltest Du eine Firewall eines Drittanbieters erwägen. Es gibt viele leistungsfähige Firewall-Optionen auf dem Markt. Du musst Dich aber entscheiden, welche die Richtige für Dich ist.
Anmerkung der Redaktion: Intego ONE und diese Website gehören zur gleichen Eigentümergruppe.
Was sind gute Firewall-Empfehlungen?
Eine gute Firewall erfüllt ihre Aufgabe effektiv, bietet Zusatzfunktionen und Anpassungsmöglichkeiten. Ferner läuft sie ohne negative Auswirkungen auf die Leistung Deines Systems.
Praktischerweise sind einige Antivirusprogramme mit Firewalls gebündelt. In diesem Fall kannst Du mit nur einem Programm den Großteil Deiner Cybersicherheits-Anforderungen abdecken. Es gibt auch einige gute kostenlose Firewalls. Sie sind wesentlich besser als diejenigen, die mit jedem PC und Mac ausgeliefert werden. Premium-Firewalls sind allerdings normalerweise besser als die kostenlosen Alternativen und bieten mehr Flexibilität owie einen besseren Gesamtschutz gegen Bedrohungen für Dein Netzwerk.
Ich persönlich schätze Firewalls, die erweiterte Konfigurationsoptionen bieten. Damit ist etwa die Möglichkeit gemeint, eigene Regeln zu erstellen. Norton und

McAfees Firewall ist benutzerfreundlicher, aber nicht so flexibel. Nutzt Du einen Mac, ist Intego Deine beste Option. Beachte, dass Du dafür ein Antivirus-Abonnement abschließen musst (das empfehle ich aber ohnehin).
Passt ein Premium-Virenschutz nicht zu Deinem Budget, dann ist Tinywall eine gute Option. Es ist sehr anpassungsfähig, hat während meiner Tests aber nicht so viele Bedrohungen blockiert wie Norton. ZoneAlarm ist auch ziemlich gut. Bei der kostenlosen Version kannst Du aber den Stealth-Modus nicht nutzen.
Häufig gestellte Fragen
Was tun Firewalls?
Firewalls blockieren viele Angriffe aus dem Internet. Sie sind für den Schutz all Deiner Geräte unerlässlich, da sich Bedrohungen leicht von einem Gerät zum anderen ausbreiten können, sofern Dein Netzwerk ungeschützt ist. Auf der untersten Ebene können Firewalls eingehende Verbindungen blockieren, wenn sie als gefährlich eingestuft werden. Das gilt auch für ausgehende Daten, die sich zur Verbreitung von Malware nutzen lassen.
Wie funktionieren Firewalls?
Firewalls funktionieren, indem sie Deine Netzwerkaktivitäten analysieren und alles blockieren, das verdächtig ist. Das gilt sowohl für Daten, die von externen Quellen in Dein Netzwerk gelangen, als auch für Daten, die Du verschickst. Dieser zweite Punkt ist wichtig. Er kann verhindern, dass Deine Geräte zur Verbreitung von Schadsoftware genutzt werden. Bei ihrer Analyse untersuchen Firewalls sowohl die Quelle der Daten als auch den Inhalt.
Firewalls fokussieren sich auf den Schutz Deines Netzwerks. Das heißt sie sind nicht gegen alle Online-Bedrohungen wirksam. Sie können Dich etwa nicht daran hindern, versehentlich Malware herunterzuladen.
Benötige ich eine Firewall?
Ja, auf jeden Fall. Firewalls sind essenziell, um Dein Netzwerk zu schützen. Die gute Nachricht ist, dass Du bereits eine hast. Jeder Mac und jeder Windows-Computer wird mit einer Firewall ausgeliefert. Allerdings handelt es sich dabei bei weitem nicht um die besten Firewalls, die es gibt. Firewalls von Drittanbietern sind normalerweise effektiver beim Sperren von bösartigem Datenverkehr. Zudem bieten sie bessere individuelle Funktionen.
Wie stoppe ich meine Firewall, damit sie keine Verbindungen blockiert?
Denkst Du, dass Deine Firewall etwas blockiert, das eigentlich sicher ist, handelt es sich um ein sogenanntes False Positive. Du kannst das Problem normalerweise über die Einstellungen Deiner Firewall beheben. Handelt es sich um eine blockierte App solltest Du auf Deinem Gerät eine Liste der entsprechenden Apps finden können. Klickst Du auf die betreffende App, sollte eine Option angezeigt werden, womit Du Verbindungen über die App zulassen kannst.
Vergewissere Dich, dass es sich tatsächlich um einen Fehlalarm handelt, bevor Du die App durch Deine Firewall lässt. Handelt es sich um eine neue App, die Du gerade heruntergeladen hast, blockiert sie Deine Firewall möglicherweise aus gutem Grund. Die besten Firewalls reduzieren Fehlalarme auf ein Minimum.